Der Wohnriester
Schon vom neuen Wohnriester gehört? Tolle Sache oder? Nach einer Koalitionsvereinbarung soll man demnächst auch die Riesterförderung fürs Eigenheim nutzen können. Sowohl beim Bausparen als auch beim Kredit oder der Hypothek. Da die Zulagen aus unser aller Steuergeldern gezahlt werden, ist es doch ganz interessant zu schauen was damit passiert.
Riester dient dazu die gesetzliche Rente in Alter aufzubessern. Man kann von Riester selbst halten was man will, aber fürs Alter zu sparen ist in jedem Fall sinnvoll. Und das haben alle geförderten Sparformen gemeinsam: sie zahlen eine Leibrente aus.
Das gibt es beim Wohnriester natürlich nicht. Dafür hat man das Haus oder die Eigentumswohnung. Und wovon wird die oder das im Alter unterhalten? Von der gesetzlichen Rente natürlich. Reicht nicht? Aber wir haben doch geriestert?
Mir fällt da ein, daß vor einiger Zeit die Wohnungsbauprämie abgeschafft wurde und da waren die Bausparkassen ganz schön sauer. Deren Renditen sind so gering, daß es sich im Grund erst mit der Förderung gelohnt hat. Und als der Riester kam haben sich Banken, Versicherer und Investmentgesellschaften gefreut. Eine Sparform in die uns Kunden sozusagen hineingefördert werden und wir ordentliche Gebühren abfassen können. Dank der Steuerzahlerhilfe. Nur die Bausparkassen waren sauer. Erst nimmt man ihnen die Wohnungsbauprämie weg und dann bekommen sie nichts vom Riesterförderkuchen ab.
Abgelegt unter : Economics, Politik, Soziales | Getaggt: riester, wohnen, wohnriester
Hier gibt es auch ein Statement zu den Gegebenheiten bei sog. Wohn-Riester:
http://www.hansemerkur24.de/renten-ratgeber/altersvorsorge-aktuell/wohn-riester-beschlossen
die B***-Zeitung nennt es übrigens “Eigenheim-Rente”
alex